Filmfest Hamburg zeigte den Thriller „Tödlicher Rausch“ (Regie: Johannes Fabrick, Drehbuch: Claudia Kaufmann) in der Sektion „16:9 Fernsehen im Kino“.
Produziert wurde der Film von Ulrich Aselmann, Geschäftsführer der „die film GmbH“ aus München, im Auftrag des ZDF. Die Redaktion hatte Karina Ulitzsch. Im Wettbewerb waren elf Filme. Die Jury bestand aus der Journalistin Andrea Kaiser, der Cutterin Eva Schnare und dem Regisseur Hajo Gies.
In der Begründung hieß es: „Johannes Fabricks Film ist umwerfend unprätentiös. Er greift das ernste Thema des „Komasaufens“ bei Jugendlichen auf. Stellt es aber nicht aus, nach dem Motto: Seht her, ich habe hier ein gesellschaftlich relevantes Thema im Angebot und will jetzt endlich einen Preis. „Tödlicher Rausch“ macht nichts von sich her. Und genau das ist seine Stärke. Er wirkt einfach. Und er wirkt einfach. Er überzeugt. Das ist die Kunst.“
Die Verleihung des TV Produzenten-Preises fand im Rahmen eines Senatsempfanges im Literaturhaus Hamburg statt. Das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro wird jedes Jahr von der Kulturbehörde bereitgestellt und wurde von Staatsrat Dr. Nikolas Hill an Ulrich Aselmann überreicht. Seine Dankesworte waren: „Damit habe ich nicht gerechnet, aber als Hamburger, der an der HFBK studiert hat und der dieses Jahr sogar zwei Filme bei Filmfest Hamburg zeigen konnte – der andere war „Dreiviertelmond“ mit Elmar Wepper in der Hauptrolle –, ist dieser Preis eine besondere Ehre.“
Die Handlung: Der 17jährige Florian wird am Morgen nach einem Dorffest in der bayerischen Provinz tot am Wegesrand aufgefunden. Er hat einfach zuviel getrunken, finden die Ermittler heraus und schließen die Akte. Das kann nicht sein, denkt sich Florians Schwester Nina – gespielt von Lisa Maria Potthoff. Zunächst stößt sie auf eine Mauer des Schweigens; erst nach und nach erfährt sie, dass ausgerechnet der Dorfpolizist als einer der letzten in der Kneipe mit Florian um die Wette getrunken hatte. Das ZDF zeigt den Film im Dezember im Fernsehen.
Ebenso freute sich Festivalleiter Albert Wiederspiel, auch in diesem Jahr wieder den TV Produzenten-Preis vergeben zu können. Er sagte: “Unsere TV-Sektion 16:9 ist zwar innerhalb von Filmfest Hamburg nur eine kleine Sektion, aber sie sorgt für den größten Branchentreff. Zu fast jedem Film kommen die Schauspieler, Regisseure und Drehbuchautoren. Sie lernen sich kennen und tauschen sich aus. Und das ist wichtig.“
Der Preis wird jedes Jahr an einen TV-Produzenten verliehen, wobei es keine Rolle spielt, aus welchem Teil Deutschlands er kommt, wichtig ist nur, dass das Preisgeld innerhalb von zwei Jahren in Hamburg ausgegeben wird.